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11.04.2017

JavaLand 2017

Ein Freizeitpark voller Nerds! Die Javaland, die im Phantasialand in Brühl abgehalten wird, war auch dieses Jahr wieder ein Hort für Techies, Nerds und Dukes. Mit Vorträgen aus den 11 Themengebieten:

•    Core Java & JVM-Sprachen
•    Enterprise Java & Cloud
•    Frontend & Mobile Computing
•    Enterprise Java
•    Container und Microservices
•    Architektur & Sicherheit
•    IDE & Tools
•    JVM-Sprachen
•    Internet der Dinge
•    Newcomer
•    Java EE - Early Adopters

war für jeden Javamenschen was dabei. Schwerpunkte waren dieses Jahr IoT, Reactive Programming und .... Man erkannte auch, dass Microservices als Pattern in der Praxis angekommen sind und es in die Feinheiten geht. Dirk W. (Quality Technology Solutions), Michael M. und Tobias V. (QualityMinds) haben den QualityHub würdig vertreten und schildern im Folgenden ihre Eindrücke.

Dirk

Auf meinem (langen und steinigen) Weg vom Nerd zum Scrum Super-Hero bin ich insbesondre mit Augenmerk auf agile Themen in den Park gestürmt. Gab auch gleich zu Beginn des Trubels die entsprechende Keynote: The role of the CDO as Chief Product Owner. Sehr schöner Vortrag von dem Chief Digital Officer von Rewe Digital, der aus dem Nähkästchen darüber plauderte, was ein agiles Unternehmen ausmacht und wie es zum Erfolg geführt wird. Ein Satz hat sich auf jeden Fall eingebrannt: "DON'T COMPROMISE!". Nichts ist wichtiger als das eigene Arbeitsumfeld, damit beginnt schließlich alles. RIGHT!

Zu meinem Bedauern musste ich dann allerdings feststellen, dass weitere Veranstaltungen mit "Agil", "TDD" usw. im Titel nicht wirklich Neues ans Licht brachten. Beispielsweise, hatte ich mir noch von Rocket Science: Agilität und DevOps vor 50 Jahren und heute eine kleine Zeitreise davon versprochen, wie sich wohl das Thema Agilität in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat. Tatsächlich wurden am Beispiel des Apollo Raumprojektes dann aber gewisse agile Aspekte aufgezeigt wie beispielsweise der Test mit Affen in der entsprechenden Rakete bevor Menschen dafür genommen wurden. Was uns der Vortragende damit wohl sagen wollte? Dass in einen Test auch immer Affen gehören? Ich habe davon jedenfalls ganz seltsame Bilder in den Kopf bekommen.

Aber natürlich kamen auch die technischen Vorträge nicht zu kurz (war ja schließlich auch keine Scrum-Messe). Am meisten hat mich technisch wohl der Beitrag Was macht Java auf dem Client? beeindruckt, in dem das Dolphin Framework vorgestellt wurde, um mittels einer einzigen ManagedBean völlig synchron in mehreren Client-Fenstern Änderungen zu bewirken. Einmal in HTML, einmal in Polymer und einmal als Java StandAlone im JavaFX. Drei Fenster, in einem davon wird ein Klick ausgeführt und die beiden anderen zeigen die Aktion dahinter ebenfalls sofort an. Völlige Plattformunabhängigkeit - welchem Nerd geht da nicht das Herz auf?  

Es gab noch eine ganze Menge wirklich interessanter Vorträge. Erwähnen möchte ich auf jeden Fall noch die Java-Schnittstelle Speechlet für Programmierung auf Alexa, die in Welcome Alexa, Your Personal Assistant vorgestellt wurde, was für R&D bestimmt interessant sein könnte. Allerdings wird der Platz hier wohl nicht ausreichen für eine Zusammenfassung all dieser Vorträge.

Fazit: Wildwasserbahn, Achterbahn und richtig gute Live-Musik am Abend. Java rocks on!

Michael

Die letzten Jahre habe ich vermehrt aus Testing/QA oder Agile Konferenzen gelernt. Dieses Jahr sollte es wieder eine Entwickler-Konferenz sein! Und welche, wenn nicht die berühmte Java-Land! Genauso wie Dirk hat mich die Keynote von Jean-Jacques van Oosten (REWE Group) inspiriert und den Spagat zwischen Agile Organisation, Digitalisierung und Entwickler-Teams gut gezeigt. Für die Konferenz habe ich mir vorgenommen mehr über Frontend-Frameworks, Design Patterns/DDD sowie IoT Dev zu lernen.

Was habe ich mitgenommen/gelernt? Zum einen wie man das React-Framework von Facebook anwenden kann um Anwendungen für eine Vielzahl von Plattformen (Desktop, Mobile bis hin zu VR) entwickeln kann. Eine sehr coole Übersicht der unterschiedlichen Tools und Frameworks konnte ich von Mario-Leander Reimer (QA-Ware) bei "Everything as code" erlernen. Über DDD gab es mehrere Talks und für mich ist das Bild dessen wir man Anwendungen fachlich schneidet, baut und testet dadurch klarer. Einen sehr coolen Showcase für IoT hat die Firma TNG vorgestellt. Sie haben mittels Roboter Neo, Oculus Rift, Microsoft Hololens, 3D Camera, etc. einen echten Avatar gebaut! Zum Schluss konnte ich aber die Hände nicht vom Talk über Performance Testing mit JMeter vs. Getling lassen.

Alles in allen eine sehr schöne Konferenz die extrem viele Lernquellen (3 parallele Tracks + Trainings) bietet. Um den Kopf frei zu bekommen gibt es auch die Möglichkeit die Fahrgeschäfte im Phantasia Land zu nutzen. Das "verzeihe" ich aber Tobi und Dirk nicht, da ich ziemlich nass geworden war...

Tobias

Ich habe als guter Backend-Dev-Guy natürlich in diesem Themengebiet einiges mitgemacht. Besonders interessiert haben mich die Themen rund um DDD, Reactive Programierung mit Akka, RxJava und die Automatisierung von Dokumentation. Hier habe ich neben ein paar schlechten Vorträgen und eine Menge gutes, neues Zeug mitgenommen.

Reactive Programmierung als Ergänzung zu Microservices und Domain Driven Design stellt eine gute, leichtgewichtige Lösung gerade in verteilten Systemen dar. Dieser Trend ist auch in der neueste Version 5 des Spring-Frameworks zu erkennen. Nachrichten-Orientierte Kommunikation zur Vereinfachung der Komplexität in Clustern wird allerorts durchs Dorf getrieben. 

Automatisierung steht auch immer noch hoch auf der Liste der Trending Topics. Hier bedienten gleich mehrere Vorträge das Thema Automatisierung der Dokumentation mit Tools wie AsciiDoc, Gradle, PlantUML, JQAssistant. Das Schlagwort was hier Documentation as Code, soviel wie möglich automatisieren, so wenig wie möglich duplizieren. Dokumentation muss, genau wie Tests als Teil des Projekts gesehen werden und sollte dann auch wie Code des Projekts behandelt werden.

 

 

 

 

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