Mitarbeiter Empowerment durch Bottom-up Initiativen
24.08.2016

Strategische Bottom-up Initiativen: Empowerment von Mitarbeitern

Gastbeitrag

Bottom-up als Alternative zur traditionellen Strategieentwicklung
Strategische Bottom-up Initiativen werden von Mitarbeitern der unteren und mittleren Hierarchieebenen initiiert und durch die einzelnen Ebenen eines Unternehmens nach oben getragen. Der Ansatz entspringt dem Gedanken, dass Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen sowie das Mittelmanagement fruchtbare Einsichten haben, die dem Top-Management, das traditionell für die Strategieentwicklung eines Unternehmens zuständig ist, verwehrt bleiben.

Erweiterung des Humankapitals, des Sozialkapitals und der Palette strategischer Optionen
Im Rahmen meiner Master-Abschlussarbeit erstellte ich eine Fallstudie, die den QualityMinds Ansatz für Strategische Bottom-up Initiativen untersuchte. Es zeigte sich, dass die Implementierung solcher Initiativen eine Vielzahl positiver Effekte für den Einzelnen, aber auch für das gesamte Unternehmen nach sich ziehen kann.

So können Strategische Bottom-up Initiativen zu einer Erweiterung des Wissens und der Fähigkeiten der Mitarbeiter, auch bezeichnet als Humankapital, führen. Darunter fällt nicht zuletzt die Kreativität des Einzelnen, die auch von der Häufigkeit und Intensität eines hierarchieübergreifenden Mitarbeiteraustausches beeinflusst wird. QualityMinds fördert diese Interaktion vorbildlich durch eine Bandbreite offizieller Plattformen. Hierzu zählen in erster Linie die regelmäßigen unternehmensinternen Tagungen. Ebenso befürwortet das Unternehmen inoffizielle Plattformen wie etwa bilaterale „Küchengespräche“. Diese Plattformen begünstigen die Entwicklung des Sozialkapitals und des Verständnisses der Mitarbeiter für strategische Maßnahmen und Ziele eines Unternehmens. Mitarbeiter schätzen die Möglichkeit, sich über solche Plattformen einbringen zu können, sehr und tendieren dazu, das in sie gesetzte Vertrauen durch verstärktes Engagement zurückzugeben.

Während traditionelle Top-down Strategieansätze den Kreis strategischer Akteure kategorisch auf das Top-Management limitieren, greift QualityMinds durch den Bottom-up Ansatz auf alle Mitarbeiter zurück. Dies hilft der Führungsebene nicht nur, den Tunnelblick zu vermeiden, sondern bereichert die Strategieentwicklung um die Einsichten und Fähigkeiten aller Mitarbeiter, die sich zudem durch ein besonderes Engagement auszeichnen.

IT-Beratungen mit hoher Eignung für Strategische Bottom-up Initiativen
Die Ergebnisse der Arbeit suggerieren, dass sich IT-Beratungen wie QualityMinds im Besonderen für diesen strategischen Ansatz eignen. Zum einen besteht durch die hohe Dynamik der IT-Industrie eine Notwendigkeit für beratende Unternehmen, sich flexibel aufzustellen, um die eigene Strategie kurzfristig anpassen zu können. Zum anderen besitzt der beratende Mitarbeiter durch seine Kundennähe ein tiefgreifendes Verständnis für das Marktumfeld, das es ihm erlaubt, einen wertvollen Beitrag zur Strategieentwicklung der Firma zu leisten.

Die Förderung von Initiativen zieht sich durch das gesamte Unternehmen
QualityMinds macht sich das Wissen der Mitarbeiter zunutze und leistet darüber hinaus einen beachtlichen Eigenbeitrag zum Erfolg der Strategischen Bottom-up Initiativen. Insbesondere die Unternehmenskultur, die Organisationsstruktur und die Rollenverteilung der Führungsebene dienen bei QualityMinds als Leitfaden zur Beantwortung der Frage, wie Strategische Bottom-up Initiativen gefördert werden sollten.

Zentrale Führungsprinzipien von QualityMinds:

  • QualityMinds legt großen Wert auf die Unternehmenskultur, welche laut der Fallstudie das Herz der Unterstützung von Initiativen darstellt. Die Unternehmenskultur ist geprägt von Kollektivismus, flachen Hierarchien, Vertrauen & Ermutigung, Selbst-Organisation, Experimentierfreudigkeit und Leidenschaft. Dies spiegelt sich stark in den niedergeschriebenen Prinzipien der QualityMinds Firmenkultur wider.
  • Eine Organisationsstruktur mit flexibler Strategie wurde in Kraft gesetzt. QualityMinds bedient sich des Wissens aus dem Netzwerk der Firma und stellt finanzielle Mittel und Zeit sowie konstruktives und zeitnahes Feedback bereit. Zudem herrschen innerhalb der Organisation eindeutige Richtlinien, die den Mitarbeitern als Orientierung dienen. Sie zeigen auf, in welchen Bereichen sich Mitarbeiter einbringen dürfen und in welchen nicht, weisen klare Verantwortlichkeiten zu und regeln das Abrechnen der Zeit.
  • Die obere und mittlere Führungsebene agiert als Sparringspartner für die Mitarbeiter. Die Manager unterstützen die Unternehmenskultur und leben die Richtlinien der Organisation vor. Darüber hinaus informieren sie ihre Mitarbeiter zeitnah über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Firma.

 

Wachstum als Herausforderung
QualityMinds trägt sehr durchdacht zum Erfolg Strategischer Bottom-up Initiativen bei. Vor allem die authentische Unternehmenskultur und die klärenden Richtlinien, die für eine angebrachte Erwartungshaltung der Mitarbeiter sorgen, können als besonders wertvolle Elemente betrachtet werden. Sollte sich das Wachstum des Unternehmens fortsetzen, wird man sich jedoch mit erschwerten Bedingungen auseinandersetzen müssen. Die unternehmensweite Kommunikation von Informationen wird mühsamer und speziell Diskussionen können sich unter Umständen in die Länge ziehen. Diesen Aspekt gilt es zu beobachten, um der Entwicklung gegebenenfalls entgegenwirken zu können. Hier sollte das Unternehmen die Mitarbeiter wie gewohnt bei der Lösungssuche einbeziehen, und ihren Ideenreichtum nutzen, um Kreativität und Erfüllung auch bei künftigen Mitarbeitern sicherzustellen.

Disclaimer: Die Abschlussarbeit wurde mit hohen Anforderungen an Reliabilität, Objektivität und Validität angefertigt. Dennoch gilt es zu beachten, dass es sich um eine einzelne, heterogene Fallstudie handelt, die von dem abweichen kann, was in anderen Fällen abgeleitet wird.

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