03.04.2017

TestBash Brighton 2017

Vor ein paar Wochen durfte ich an meiner ersten TestBash in Brighton, England teilnehmen. Ich hatte schon so viel Tolles über verschiedene TestBashes gehört und war sehr gespannt, wie es werden würde.

Wir waren mit einer relativ großen Gruppe aus Deutschland unterwegs. Die meisten von uns reisten schon am Mittwoch an und wir nutzten den Rest vom Tag um uns noch ein wenig die Stadt anzuschauen. Abends gab es dann schon das erste Pre-Meetup zur TestBash in einem Pub nahe des Hotels. Das war die erste Gelegenheit, sich mit anderen Konferenzteilnehmern auszutauschen.

Am nächsten Morgen ging es dann los mit dem Workshop-Tag der Konferenz. Ich hatte mich für die Workshops „Agile Exploration“ von Alessandra Moreira und „Critical thinking for testers“ von Michael Bolton angemeldet. Leider waren meine beiden Workshops wenig interaktiv, haben mir aber trotzdem gut gefallen und ich konnte Vieles für mich mitnehmen. Der Workshop-Tag endete mit einem weiteren Meetup und der erneuten Gelegenheit, viele interessante Leute zu treffen.

Am Freitag war dann der eigentliche Konferenztag mit über 350 Teilnehmern.

Da es sich bei der TestBash um eine Single Track Konferenz handelt, blieb es mir diesmal erspart, mich entscheiden zu müssen. Es gab sehr gute und weniger gute Vorträge. Besonders gut gefallen hat mir der Vortrag von Del Dewar über Karriereverläufe von Testern. Und auch über implizites und explizites Wissen, über Testing vs. Checking und Management vs. Leadership. Für mich war die wichtigste Aussage seines Talks: "Mindset matters. Don’t let the role define you, you define the role!"

Ein Highlight des Tages war der Vortrag von Tobias Geyer zum Thema „Ethics and Software Testing“. Er hat über negative und positive Beispiele aus der Softwareindustrie berichtet. Er hat darüber gesprochen wie man License Agreements nutzen kann und ob es sinnvoll wäre, eine Art Hippokratischen Eid für Tester zu haben. Ich denke, über dieses Thema wird viel zu wenig nachgedacht und wir als Tester sollten es auf jeden Fall immer auch beachten. Ein weiterer sehr guter Vortrag war der letzte Talk des Tages von Richard Bradshaw. Er sprach über die Rollen Coach, Explorer und Toolsmith und was für diese Rollen wichtig ist.

Nach den Vorträgen folgte ein weiteres Highlight: die 99 Second Talks. Dort hat jeder der möchte die Chance auf die Bühne zu gehen und 99 Sekunden lang über ein Thema seiner Wahl zu reden. Einzige Bedingung: Es muss etwas mit Testen zu tun haben. Ich war sehr überrascht über die Inhalte der Talks. Es waren wirklich viele gute Themen dabei und man konnte aus fast jedem Talk etwas für sich mitnehmen. Auch Vera hat die Chance genutzt und Werbung für die TestBash in München gemacht.

Der Abend endete mit einem weiteren Meetup zu dem jeder sein Lieblingsspiel mitbringen sollte. Ich nutzte die Gelegenheit und lernte so weitere interessante Leute kennen und hatte einen tollen Abend.

Am Samstag gab es dann noch eine Open Space Veranstaltung, zu der jeder sein eigenes Thema oder Problem mitbringen konnte und schauen ob sich Leute finden die darüber diskutieren wollen. Es gab viele spannende Themen und es war schwer sich zu entscheiden wo man mitmachen möchte. Ich hatte ein paar sehr interessante Gespräche und konnte einige weitere tolle Leute kennenlernen.

Fazit: Es war eine tolle Konferenz. Das Highlight ist für mich die Community. Es gibt viele Gelegenheiten mit unterschiedlichen Leuten ins Gespräch zu kommen. Egal ob mit Speakern oder anderen Teilnehmern. Es entwickeln sich immer wieder interessante Diskussionen und ich konnte vieles für mich mitnehmen.

 

 

 

 

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