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Digital Festival 2019 in Nürnberg – ein Nachbericht

26.07.2019

geschrieben von

Manuel

Das Nürnberg Digital Festival ist eine der größten jährlichen Veranstaltungen zum Thema digitales Leben, Digitalisierung, New Work und Medien in Nordbayern (https://nuernberg.digital/festival). Dieses Jahr haben wir QualityMinds uns gleich mit drei spannenden Veranstaltungen zum Thema agiles Requirements Engineering, Software Testing und Neues Lernen beteiligt. Hier ein kurzer Rückblick:

Boost your Backlog

Der Abend des 16. Juni stand unter dem energischen Motto „Boost your Backlog!“. Die geplanten 35 Gäste (die Warteliste zur Veranstaltung reichte bis Platz 80!) fanden sich trotz sommerlicher Temperaturen, einer Getränkepanne und tendenziell „kuscheligen“ Verhältnissen gut zurecht und durften zum Einstieg in 3er-Gruppen in verschiedene Rollen schlüpfen (Product Owner, Requirements Engineer, Developer).
Das Ziel war, gemeinsam die Kernaufgabe des Requirements Engineering (RE) anschaulich zu erarbeiten. Ein Bild bzw. eine Produktvision, das oder die jemand in seinem Kopf hat, sollte mit geeigneten Mitteln in andere (Team-)Köpfe gebracht werden, so dass das entstandene Bild möglichst nah am Original ist.
Anschließend erfuhren die Teilnehmer von Christian Brandes am Beispiel Scrum, wie man das Hilfsmittel „User Story“ so nutzen und anreichern kann, dass der im Veranstaltungstitel versprochene „Boost“ eintritt. Themen waren also Akzeptanzkriterien, unsere eigene „Helpful Artifact Map“, der Umgang mit „technischen“ User Stories und vieles mehr.
Eigene Stories hatte trotz Einladung niemand mitgebracht, so dass sich zum Schluss einfach eine entspannte Q&A-Session entwickelte, die nach Beendigung des offiziellen Teils noch weit in den Abend hinein in Kleingruppen fortgeführt wurde. Erneut erhielten wir als Feedback, mit unseren RE-Lösungen gleich mehrere „Schmerzpunkte“ adressiert zu haben, die Unternehmen in der Region gerade beschäftigen. In summa ein lauter und warmer, aber definitiv erfolgreicher erster Abend.

Find the Bug-Session

Am nächsten Abend fanden viele Interessierte den Weg zu unserer “Find the Bug-Session”. Nach einer kurzen Vorstellung von QualityMinds erklärte Peter Hartauer den Ablauf der Sessions, sodass anschließend gleich in die Praxis gestartet werden konnte. Testkandidat war unter anderem die Seite des Nürnberg Digital Festivals selbst. Und die jeweils 30 Minuten dauernde “Bughunt” brachte so einiges zutage: Von fehlender Responsiveness über nicht funktionierende Links bis hin zu funktionalen Mängeln wurde so einiges Interessantes, Skurriles, aber auch Bedenkliches aufgedeckt. So entdeckten die Teilnehmer zum Beispiel, dass auf der Website eines Testkandidaten ein Logout rückgängig gemacht werden konnte, da Session-Daten nicht gelöscht wurden.

Mit der Erfahrung aus der ersten Runde konnten sich die Teilnehmer in der zweiten Session auf eine eigene Teststrategie festlegen, um Fehler noch schneller und zielgerichteter aufdecken zu können. Am Ende der Veranstaltung wurden die Finder des ersten, des kritischsten und des lustigsten Bugs einer jeden Session ausgezeichnet. Es war ein spannender und kurzweiliger Abend, der es auch Außenstehenden ermöglichte in die Welt des Softwaretestens und der Bughunter einzutauchen.

New Work – New Learning

Am dritten Abend hatte das QualityLearning-Team zu einem interaktiven Parkour zum Thema „New Work – New Learning“ eingeladen. Nach einem kurzen Impuls von Susanne Ambros konnten die Teilnehmenden an drei Stationen Aspekte eines alternativen Arbeitens und Lernens erkunden.
Bei Carina Hoppenz diskutierten sie wie neue Arbeitsbedingungen und -modelle das betriebliche Lernen beeinflussen und in den vergangenen Jahren verändert haben. Im Zentrum standen hierbei Aspekte wie ‚Freiheit‘, ‚Sinn‘, ‚Entwicklung‘ oder auch ‚Selbstverantwortung‘.
Zusammen mit Manuel Illi erprobten sie wie Ansätze und Methoden aus Agilität, Scrum, Design Thinking usw. für das eigene Lernen interpretiert werden können. Hierbei wurde deutlich, wie pädagogische und agile Aspekte ineinandergreifen und zu äußerst motivierenden Lernformen führen können, die individualisiert und bedarfsorientiert sind.
Eva Dirr-Bubik stellte schließlich die für das agile Lernen zentrale Rolle des Lerncoaches und die Phasen eines Lerncoachinggesprächs vor. In Kleingruppen konnten die Teilnehmenden selbst und gegenseitig erfahren, wie hilfreich die persönliche Begleitung durch einen Lerncoach z.B. bei der Gestaltung realistischer Lernziele und deren Umsetzung sein kann.
Das abschließende Feedback hat gezeigt, dass für jede/n etwas dabei war und neue Impulse mitgenommen wurden, die ganz konkret das künftige Lernen positiv verändern können.
Wir QualityMinds möchten uns bei allen, die beim Digital Festival dabei waren und uns unterstützt haben, ganz herzlich bedanken! Es waren drei sehr intensive Abende mit interessanten Begegnungen und Gesprächen.